Säule 3a in der Schweiz: Der vollständige Ratgeber zur privaten Vorsorge
Die Säule 3a ist die gebundene private Vorsorge in der Schweiz und eines der effektivsten Steuersparinstrumente. Wer regelmässig in die Säule 3a einzahlt, profitiert nicht nur von Steuervorteilen, sondern baut auch ein Vermögen für die Altersvorsorge auf. Hier erfährst du alles über die Säule 3a.
Wie viel kannst du einzahlen?
Die maximalen Einzahlungen in die Säule 3a sind gesetzlich begrenzt:
- Mit Pensionskasse (BVG): CHF 7’056 pro Jahr (Stand 2025)
- Ohne Pensionskasse: 20% des Erwerbseinkommens, max. CHF 35’280 pro Jahr
- Selbstständige: Bis zu CHF 35’280 pro Jahr (20% des Einkommens)
Steuervorteile der Säule 3a
Alle Einzahlungen in die Säule 3a können vom steuerbaren Einkommen abgezogen werden. Bei einem Grenzsteuersatz von 30% und dem Maximalbetrag von CHF 7’056 sparst du jährlich über CHF 2’100 Steuern. Das angesparte Kapital muss bei Bezug versteuert werden – allerdings zu einem reduzierten Satz und getrennt vom übrigen Einkommen.
Anlagestrategie für die Säule 3a
Moderne Säule-3a-Lösungen bieten verschiedene Anlageoptionen:
- Spar-/Zinskonto: Sicher, aber tiefe Zinsen (0.5–1.5%) – ideal für kurze Anlagehorizonte
- Fondsgebundene Lösungen: Höheres Renditepotenzial, aber auch höheres Risiko
- ETF-Strategien: Breit diversifiziert, tiefe Kosten – optimal für lange Anlagehorizonte
- Versicherungslösungen: Kombination aus Sparen und Risikoschutz
Bezug der Säule 3a
Das Kapital der Säule 3a kannst du frühestens 5 Jahre vor dem ordentlichen AHV-Rentenalter beziehen. Möglich ist auch ein Vorbezug für Wohneigentum (WEF) oder bei Aufnahme einer selbstständigen Erwerbstätigkeit. Bei Wegzug ins Ausland kannst du das Guthaben ebenfalls beziehen – das ist steuerlich jedoch oft nachteilig.
Tipp: Eröffne mehrere Säule-3a-Konten bei verschiedenen Banken. So kannst du das Kapital gestaffelt beziehen und die Steuerprogression optimieren. Pro Konto ist der Bezug nämlich getrennt möglich.