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Notfallfonds aufbauen in der Schweiz: Schritt-für-Schritt-Anleitung

Notfallfonds aufbauen in der Schweiz: Schritt-für-Schritt-Anleitung

Ein Notfallfonds (Notgroschen) ist die Grundlage jeder soliden Finanzplanung – besonders in der Schweiz mit ihren hohen Lebenshaltungskosten. Er schützt dich vor unerwarteten Ausgaben wie Autoreparaturen, Zahnarztkosten oder Arbeitslosigkeit. Wir zeigen dir, wie du einen Notfallfonds aufbaust.

Wie gross sollte der Notfallfonds sein?

Finanzexperten empfehlen einen Notgroschen von 3–6 Monatsausgaben. In der Schweiz bedeutet das bei einem单Personenhaushalt mit monatlichen Ausgaben von CHF 3’500–5’000 einen Notfallfonds von CHF 10’500–30’000. Bei Familien mit höheren Fixkosten entsprechend mehr. Als Faustregel: Je unsicherer dein Job, desto grösser sollte der Fonds sein.

Schritt 1: Deine monatlichen Ausgaben ermitteln

Erstelle eine detaillierte Liste deiner monatlichen Fixkosten: Miete, Krankenversicherung, Lebensmittel, Transport, Strom, Internet, Versicherungen, Abos. Dazu kommen variable Ausgaben wie Kleidung, Freizeit und Restaurantbesuche. Sei ehrlich – nur realistische Zahlen helfen dir weiter.

Schritt 2: Ein Sparkonto eröffnen

Der Notgroschen sollte auf einem separaten Sparkonto liegen – getrennt vom täglichen Zahlungsverkehr. Wähle ein Konto mit guter Verzinsung (aktuell 0.5–1.5%) und ohne Kündigungsfrist. Empfehlenswert sind Sparkonti der Kantonalbanken, PostFinance oder Online-Banken wie Yuh oder Neon.

Schritt 3: Regelmässig sparen

Richte einen Dauerauftrag ein, der direkt nach dem Zahltag einen fixen Betrag auf dein Sparkonto überweist. Schon CHF 200–500 pro Monat machen einen grossen Unterschied. Wichtig: Behandle den Notgroschen als nicht verhandelbare Ausgabe – genau wie die Miete.

Schritt 4: Wann ist der Fonds erreicht?

Wenn du dein Sparziel erreicht hast, herzlichen Glückwunsch! Jetzt kannst du das zusätzliche Geld für andere Ziele verwenden: Investitionen in die Säule 3a, Aktien-ETF-Sparpläne oder eine Immobilienfinanzierung. Den Notgroschen regelmässig überprüfen und bei Bedarf anpassen (z.B. nach einer Gehaltserhöhung).

Wichtig: Der Notgroschen ist keine Investition, sondern eine Versicherung. Er sollte sicher und jederzeit verfügbar sein. Hohe Rendite ist hier nicht das Ziel – Sicherheit und Liquidität stehen im Vordergrund.

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